TRAVEL / NUSA LEMBONGAN

Nach meiner ersten Woche in Uluwatu habe ich mich innerhalb von einem Tag spontan entschieden die Fähre nach Nusa Lembongan zu nehmen. Stefan wollte dann doch nicht mitkommen weil die Wellen in der Woche so gut werden sollten, dass er das nicht verpassen wollte. Ich habe mich also entschieden alleine weiter zu reisen. Allerdings traf ich auf Nusa Lembongan zwei Mädels aus Costa Rica und Argentinien wieder, die ich schon in Uluwatu kennengelernt hatte. 
Die Insel gehört zu einer Gruppe von 3 Inseln: Nusa Lembongan, Nusa Cenigan und Nusa Penida die  im Süd-Osten von Bali liegen. Ich habe also einen Fahrer bestellt der mich am nächsten morgen um 8 Uhr abgeholt und zur Fähre gebracht hat. 
Auf der Insel angekommen habe ich mir als allererstes einen Roller gemietet und mich auf den Weg zu meinem Homestay gemacht. Die Lage war einfach perfekt und die Familie die das Homestay führt war wunderbar. Extrem herzlich und unbeschreiblich hilfsbereit. An einem Abend z.B. an dem wir Abends am anderen Ende der Insel gegessen hatten (man muss sagen die Insel ist sehr klein und schnell umrundet), hat es so sehr angefangen zu regnen, dass die Leute vom Restaurant uns mit einem Wagen zu unseren Unterkünften gebracht haben. Ich hatte eigentlich vor trotzdem mit dem Roller heim zu fahren. Da ich aber dafür über Schotterwege und durch Pfützen und Dunkelheit hätte fahren müssen, wollten sie mich umbedingt absetzen, da es ansonsten einfach zu risky gewesen wäre. 
Ich habe also den Roller stehen lassen und Gede der Eigentümer des Homestays hat mich am nächsten morgen wieder dort hin zurück gebracht damit ich den Roller abholen konnte. 

Die Insel war so ziemlich der allerschönste Fleck den ich von Bali gesehen habe. Buchstäblich ein Paradies. Sowohl auf dem Land, an den Stränden und den Tempeln als auch unter Wasser beim schnorcheln. Man sagt es ist dort wie das ursprüngliche Bali mal war. Einfach wunderschön. 
Ich hatte eine ganz nette Begegnung mit einem um die 18 jährigen Balinesen, der mir als ich mit dem Roller stehen geblieben bin ganz schüchtern seine Hilfe angeboten hat und mich auf seinem Roller mit zur nächsten petrol station genommen hat. Gut, es war eher ein verstecktes Häuschen mit einer alten Oma die Benzin in versifften Plastikbehältern verkauft hat aber es hat gereicht. Er hatte mich wieder zurück zu meinem Roller gebracht und mir dabei geholfen das Teil wieder zum fahren zu bringen. Als ich ihm dafür etwas geben wollte lehnte er ab. Es war einfach wahre Hilfsbereitschaft. Nicht die Hilfsbereitschaft mancher Indonesier die nur Touristen abzocken wollen. 
Ansonsten war ich schnorcheln, habe Nemo gesucht, bin mit Mantarays schwimmen gewesen und habe unglaublich gut und gesund gegessen (im allerbesten Café namens "Bali eco deli"). Ich habe eine Französin kennengelernt und mich lange mit ihr über Nachhaltigkeit und die Verschmutzung durch Plastik auf Bali unterhalten. Einfach immer wieder schön sich mit anderen kreativen Köpfen auszutauschen. Außerdem habe ich einen Deutschen kennengelernt was bis dato noch nicht vorkam da einfach kaum Deutsche auf Bali unterwegs sind.  Zumindest zu dieser Zeit. Wir haben also spontan entschieden die Insel zusammen weiter zu erkunden. Am Abend haben wir auch die Französin wiedergetroffen und sind alle zusammen was essen gegangen. Wir saßen also zu ca. 20igst am Tisch unter uns Deutsche, Franzosen, Nordamerikaner uvm. Alle waren sie irgendwo reisen und hatten etwas zu erzählen. 

Ein bisschen Aufregung gab es als Flor einen Rollenunfall hatte, wir aber glücklicherweise 10 Minuten vorher getauscht haben indem ich Massiel hinten auf meinem Roller mitgenommen habe und sie somit nur alleine gefallen ist und nicht mit einer zweiten Person hinten drauf. Danach wurde gut diskutiert - mit ein paar Balinesen - ob denn der Schaden bezahlt werden muss oder nicht. Da die Typen ihr aber einen Roller mit einer nicht funktionierenden Bremse angedreht hatten, haben wir uns durchgesetzt und schlussendlich auch nichts gezahlt. 
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