TRAVEL / WIESO ICH ALLEINE LOS GEHE

Ich werde im Januar im Flieger auf dem Weg nach Südostasien sitzen. Es geht nach Indonesien, Thailand, Vietnam und zum Schluss noch nach Australien. Ich werde mit dem Rucksack unterwegs sein und zwar alleine. Wieso? 

Zu reisen war für mich immer schon Teil meines Lebens aber mal länger als einen Monat am Stück weg zu sein, das bin ich noch nie. Für mich war allerdings schon immer klar, dass ich mir Zeit für ein gap year nehme nach dem Abi. Ich hatte schon als Kind das Bedürfnis in die Welt raus gehen zu müssen und neue Länder kennenzulernen. Ich fühle mich schnell an fremden Orten wohl und kaum bin ich eine längere Zeit irgendwo nenne ich es gerne "Zuhause".  Mit Heimweh, Schulwechsel oder Umzügen hatte ich nie so Probleme wie andere. Für mich ist mein Zuhause nicht an einen Ort gebunden. Versteht mich nicht falsch ich liebe mein Zuhause sehr und freue mich auch immer wieder dort nach einer Reise anzukommen aber genauso liebe ich es weg zu sein und neue Dinge zu erleben.
Das ist wohl einer der Gründe wieso ich mich jetzt auf den Weg mache. Ich weiß, dass ich irgendwann Partner und Kinder haben werde und ehrlich gesagt möchte ich dann nicht mehr andauernd weg sein weswegen ich all das wonach ich strebe auch jetzt erleben möchte bevor ich sesshaft werde. 
Ich freue mich unglaublich auf die Reise und die Zeit die vor mir liegt. Ich gehe alleine los und zwar weil ich es so möchte. Ich will die Erfahrung für mich persönlich machen. 
Ich möchte alles erleben wie es ist, es spüren ohne von jemand anderem beeinflusst zu werden, mir mein eigenes Bild machen und vor allem möchte ich raus aus meiner comfort zone. Ich möchte wissen wie es ist sich allein auf den Weg zu machen und zu erfahren wie man als Mensch reagiert wenn man realisiert, dass man tausende Kilometer von Zuhause und dem gewohnten Umfeld, den Freunden und der Familie entfernt ist. Und wie man fähig ist alles hinzukriegen, alleine. Ich möchte mich weiter entwickeln und ich weiß, dass ich das auch mit jemandem an meiner Seite könnte aber für mich fühlt es sich richtig an es so zu machen. Es geht hier nicht darum irgendwem, irgendetwas zu beweisen - es geht hier ganz allein um mich und meine persönliche Reise. 

"I travel solo several months out of the year, and I am of the firm belief that you truly have not lived if you have not been out on the road alone."

Es gibt viele Vor- und Nachteile alleine zu reisen dessen bin ich mir wohl bewusst. Schon so banale Dinge wie "du kannst den Rucksack nicht mal eben stehen lassen wenn du auf die Toilette musst" aber ich glaube das wird das kleinste Problem sein. 
Vorteile sind zum Beispiel dass ich 100% unabhängig bin. Ich werde nie wieder die Erfahrung machen so frei zu sein wie in dieser Zeit. 
Ein weiterer Punkt ist, dass ich Entscheidungen treffen muss und das ist auch ein Grund wieso ich es für mich mache. 
Ich tue mich damit schwer bestimmte Entscheidungen zu treffen, aus welchem Grund auch immer. Ich habe meine Meinung, meine Ansichtsweise das ist klar und die teile ich auch mit aber wenn es darum geht zwischen Unternehmungen zu entscheiden "was gemacht wird" sage ich oft, dass es mir egal ist. Ich bin in den Momenten mit beiden Wahlmöglichkeiten einverstanden und sehe keinen Sinn darin mich zu entscheiden weil für mich beides "gleich gut" erscheint. Ich möchte aber lernen mich zu entscheiden und das kann ich nur indem ich jeden Tag auf der Reise dazu gezwungen bin kleine und große Entscheidungen für mich persönlich zu treffen. Ich habe einfach das Bedürfnis als Mensch dazu zu lernen und mich weiter zu entwickeln. Ich möchte etwas tun vor dem ich Respekt habe und das sicher auch nicht immer leicht sein wird aber ich habe wenigstens die Gewissheit stärker wieder da raus zu gehen. 
Diese Erfahrung wird mir niemand nehmen können. Ein sicher nicht unwichtiger Nebeneffekt ist, dass ich genug Menschen auf der Reise kennenlernen werde. Außerdem bin ich nicht die ganze Zeit alleine Unterwegs. Aber auch Menschen kennenzulernen ist alleine manchmal einfach leichter als wenn man nur mit "seinen Leuten" unterwegs ist. Man neigt einfach dazu bei dem gewohnten zu bleiben, sich ein Bild zu machen, vielleicht Dinge nicht zu tun die man gerne gemacht hätte und genau das möchte ich nicht. Ich möchte unvoreingenommen auf Menschen zu gehen können und interessante Erfahrungen machen. 

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07 / 12 / 2016

Du rutschst und knallst gegen die Leitplanke, dein Auto driftet ab du versuchst mit aller kraft irgendwas zu retten, das Auto - alles gerät außer Kontrolle, du kommst von der Straße ab und im nächsten Moment überschlägt es dich und alles was du spürst ist ein riesen Aufprall, Glassplitter in der Luft und im nächsten Moment eine unglaubliche Last auf dir. Du landest abseits von der Straße mit dem Dach auf einem Feld und alles was du denkst ist Nein. Ich muss hier raus, du steckst eingequetscht Kopfüber im Auto fest und versuchst an den Anschnaller zu kommen um dich befreien zu können. Der linke Arm schmerzt aber das ist egal, es ist das einzige Körperteil das irgendwie fähig ist sich in der Enge zu rühren und den Anschnaller zu finden... Du weißt nicht genau wo oben und unten ist, weil du deinen Kopf nur minimal bewegen kannst aber du bist froh darüber, dass das Fenster direkt neben dir kaputt ist und du da raus kannst. Von überall bedrückt dich die enge des eingedrückten Autos und alles was du denkst ist ich muss raus hier, ich kann hier nicht drinnen bleiben. Alles was ich dachte ist ich will dieses Gefühl nicht spüren, ich will hier raus. 
Und in dem Moment bist du nur froh da raus zu kommen bis dir auffällt, dass du irgendwo im stock Dunkeln um 5 Uhr morgens, abseits der Straße in einem Feld neben deinem zerstörten Auto kniest und nicht weißt ob du schreien oder heulen sollst und du um Hilfe schreist aber dich eh niemand hört. Aber alles ist besser als im Auto zu stecken. 
Du versuchst die wichtigsten Menschen zu erreichen, die die in deinem Handy unter Favoriten gespeichert sind bis dir auch da klar wird, dass du um die Uhrzeit niemanden erreichen wirst, dass du alleine bist. Du nicht weißt was du machen sollst,
als du plötzlich dieses krachende Geräusch eines weiteren Autos hörst und sich alles in deinem Inneren zusammen zieht. Du machst automatisch ein paar Schritte zurück weil du Angst hast, dass es gleich auf dich zu geschlittert kommt, dass es auch von der Straße abkommt. Aber es fängt sich und bleibt 500 m weiter stehen. 
Egal wie schlimm es ist, der Körper funktioniert. 
Du spürst die eises Kälte nicht, deine Schmerzen spürst du nicht, deine Beine fangen an zu rennen. Du rennst durch das hohe Gras des Feldes in Richtung des anderen Autos. 
Aber auch die Fahrer des Autos sind selbst so geschockt, dass sie nicht fähig sind sich um dich zu kümmern also gehst du zurück durch die Dunkelheit in Richtung deines Autos und in der Ferne siehst du, wie jemand mit Taschenlampen leuchtet, wahrscheinlich nach dir sucht. In der zwischenzeit hat es zwei weitere Autos gegen die Leitplanke auf der Straße geschlittert und eines davon auch in den Graben gesetzt. 4 Stück in einer Nacht. 
Den Menschen sowie den Autos ist nichts passiert und trotzdem diskutieren sie darüber wer Schuld ist, dass der eine Fahrer auf der Wiese gelandet ist. 
Ich schalte nur ab. Die Polizei und Krankenwagen wurden gerufen und du bist nur noch fähig auf der Wiese zu kauern und zu weinen, deine Schmerzen sind aufeinmal so present und dein ganzer Körper zittert, du merkst dass du deinen Arm weder heben noch anderweitig bewegen kannst alles kommt auf einmal hoch und egal wie alt du bist, du fühlst dich wie ein kleines schutzloses Kind. Die Polizei kommt und setzt dich in den Krankenwagen. Sie bringen dich in die Klinik und erklären dir was alles gemacht wird, wie alles weiter geht...
Im Grunde wird dir erst Stunden, vllt. Tage später bewusst was du für ein Glück hattest als du siehst wie zerquetscht das Auto ist. Als du vor dem Auto gekauert hast und die Räder in der Luft gesehen hast war dir klar, dass es das letzte mal gewesen ist, dass es nicht mehr zu reparieren ist. Du hast die verbogene Fahrerkabine gesehen, wie nichts mehr an seinem Platz war, die Sitze an Stellen wo sie vorher nicht waren, die Fenster Kaputt und alles andere eingedrückt als wäre es aus Knete. 
Aber als du zuhause bist und die Bilder siehst und die Reaktionen deiner Eltern, die weichen Knie deines Papas, die Tränen - da wird dir klar du hattest Glück, du hattest verdammt nochmal ein heiden Glück, dass dich dieses Auto nicht zerquetscht hat. Dir wird klar, dass es ein Wunder ist, dass du mit ein paar Schürfwunden, einer zerrissenen Hose, blauen Flecken und Prellungen an Rücken und Schulter davon gekommen bist. Das es nur das ist. Ein Trauma, mehr nicht. Das es schlimmer hätte ausgehen können. 
Aber alles was dir während den 3 h beim Unfall, im Krankenwagen, in der Klinik durch den Kopf ging war dieses Auto, dass für dich niemals nur ein Auto war. Bis du endlich jemanden erreichst der deinen Eltern bescheid gibt und sie dich holen kommen. Als sie dich endlich in den Arm nehmen und dir klar machen, dass es nur Blech ist, da fühlst du dich wieder sicher, nicht mehr ganz so schuldig.
Du bist 16 Jahre lang mit diesem Auto aufgewachsen, du bist dieses Auto irgendwann selbst gefahren, warst an verschiedenen Orten, warst campen, an wunderschönen Plätzen dieser wunderbaren Natur und hast Touren unternommen. Bist mit Freunden irgendwo hingefahren. Und egal wann du hast dich immer bedankt bei deinem Auto, dass es dich sicher von Ort zu Ort bringt, dass es ihn immer noch gibt nach 16 Jahren und du mit ihm unterwegs sein darfst, dass er auf dich aufpasst. 
Auch am Tag vor dem Unfall warst du mit ihm unterwegs, ihr seid hoch gefahren, aus dem Nebel raus in die Sonne und habt auf das Nebelmeer hinunter gesehen. Am Abend hast du dich wieder bedankt und ein paar Stunden darauf hat dir dein Auto gedankt und sich geopfert um dir das Leben zu retten. Ich weiß dass es ein unsicheres Auto ist mit dem ich an diesem Morgen unterwegs war und das es eigentlich anders hätte ausgehen können aber das ist es nicht. Es hat mich beschützt. Ich hatte ein Heer von Schutzengeln. Danke für die schönsten Jahre und ich kann mir nicht verzeihen was passiert ist aber ich bin für immer Dankbar, dass du dich geopfert hast und mich geschützt hast. 

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TRAVEL / STREETS OF PÉRIGUEUX, FRANCE

Périgueux oder Périgord wie es Einheimische nennen, ist eines der schönsten klein Städtchen, dass ich je gesehen habe. Wir wohnten in einem kleinen süßen B&B mit Hof direkt im Kern der Stadt. Alle Häuser Périgueuxs sind aus Kalkstein was das Städtchen in einem einheitliches Bild erscheinen lässt. Die Sträßchen sind alle unglaublich klein und verwinkelt und sehr Historisch. Wenn man über Periguex redet muss man automatisch überall ein "chen" dran hängen da es sonst viel zu Massiv wirken würde. 
Wir haben 3 Tage dort verbracht und hatten von kühlen bewölkten Tagen zu lauen Sommernächten und Sonnigen Mittagen alles dabei. Deswegen möchte ich euch auch die Stadt in seinen verschiedenen Farben zeigen. Kaum verändert sich der Himmel verändert sich das ganze Licht in den Straßen. Und genau das ist der Zauber, die Vielfalt des Charakters der Stadt.
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TRAVEL / CAP FÉRRET, ATLANTIC OCEAN FRANCE

Mein Abi ist gut überstanden und somit kommt die Zeit in der man irgendwie umher streunert, nicht ganz genau weiß was man machen will, viel zeit hat, vielleicht einen Job sucht oder schon fleißig am arbeiten ist, in anderen Ländern unterwegs ist oder den Sommer zuhause genießt. Bei mir trifft alles davon zu. Ihr habt mehrere Monate nichts mehr von mir gehört weil genau das alles in meinem Leben vor ging. 
Aber fangen wir von vorne an. Ich war kurz nach dem Abi für 2 Wochen in Frankreich unterwegs. Wie genau ich unterwegs war und welche Orte ich gesehen habe werde ich euch in einem anderen Post zeigen. 

Cap Férret
Wir befinden uns am Cap Férret auf der Seite der Landzunge, an der der wilde Ozean auf das Cap trifft. Die andere Seite hat das Bassin, das Becken in dem es nicht so viele Wellen gibt wie am Cap. Aus dem Grund, und weil es wunderschön sein sollte hieß es, sind wir an einem Mittag mit der Fähre 30 min. von Arcachon rüber gefahren, haben uns Fahrräder geliehen und das süße Cap mit seinen kleinen Lädchen, dem Leuchtturm und dem wilden Meer erkundet. Dieser Ort war eines meiner Highlights aus dem Urlaub. Unglaublich friedlich, ruhig und einfach typisch Atlantik mit seinen kleinen Pfaden durch den Sand zum Meer hin. 
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OUTFIT / MAY #2

Kein Outfit was zeigens wert wäre aber die Schuhe haben es mir angetan... Unnötige Information aber die sind gemütlich wie keine anderen. Wie einige wissen hab ich so einen kleinen Retro-Tik. Das heißt Blau, Rot & Weiß sind für mich irgendwie voll Retro weswegen ich auch Pullis, Rucksack, Socken und jetzt auch noch Schuhe in den Farben habe. Mal gucken was als nächstes kommt. Ich wünsche euch noch eine schöne restliche Ferien Woche.
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OUTFIT / MAY #1

Nach langer, langer Abwesenheit melde ich mich mal wieder zurück. Der Grund? Ich gehöre zu den Abiturensöhnen von 2016 das heißt ein Abiturensohn muss mit weniger Freizeit auskommen. So ganz habe ich mir die schönen Dinge trotzdem nicht nehmen lassen denn für mich geht ein gelebtes Leben immer noch vor einem Leben welches nicht gelebt wird sondern mit Schule verbracht wird. Ich denke ich habe beides ganz gut unter einen Hut bekommen. Die Schule wurde soweit es nötig war fokussiert aber jede freie Minute wurde für die Dinge genutzt die Spaß machen. Dazu gehörte auch Abends weggehen und bis spät in die Nacht tanzen denn wenn es das ist was einen von dem ganzen Stress in der Schule am Leben hält - wieso nicht? Da aber jede freie Minute für einen persönlich oder Freunde genutzt wurde blieb nicht viel Zeit für den Blog. Da jetzt aber die schriftlichen erstmal um sind und die Mündlichen (erst) in 5 Wochen folgen haben wir uns die Zeit genommen mal wieder Outfit-Fotos zu schießen. 
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